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Landjahrsammlung

Geschichte des Bestandsbildners Die Akten der Abteilung Landjahr sollen bereits im August 1944 durch Brand des Dienstgebäudes fast vollständig vernichtet worden sein. Nur vereinzelt sind Unterlagen in den Beständen R 4901 Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, R 36 Deutscher Gemeindetag und R 2 Reichsfinanzministerium überliefert. Im Jahr 1978 wurde dem Bundesarchiv durch Hans Griesel, ehemaliger Erzieher im Landjahr, das Angebot unterbreitet, eine Landjahr-Dokumentation zu übernehmen. Im Arbeitskreis Hanau, dessen Leiter Hans Griesel war, hatten ehemalige Landjahrerzieher themenbezogenes Material zusammengetragen. Neben handschriftlichen Originalberichten, Lagerchroniken und Landjahr-Schulungsbriefen handelte es sich vielfach lediglich um Kopien und Abschriften, von denen man nicht alle als archivwürdig einstufte. 1979 wurden die nunmehr im Bundesarchiv verbliebenen Unterlagen verzeichnet und mit der Signatur Kleine Erwerbungen 675 in die hiesigen Sammlungen übernommen. Ein Findbuch zum Bestand wurde erstellt. Das später dem Bundesarchiv zur Verfügung gestellte Material zum Landjahr ist dem oben genannten Bestand zugeordnet, übersandte Fotoalben dem Bildarchiv übergeben worden. Im Zuge der Bestandsbereinigung und sachlichen Zuordnung zum für die entsprechende behördliche Überlieferung zuständigen Referat wurden die Archivalien 1998 in das Bundesarchiv Berlin verlagert. Die neue Bestandssignatur lautet seitdem R 180. Nachdem 2009 weitere themenbezogene Unterlagen in das Bundesarchiv gelangten, erfolgte jetzt während der datenbankgestützten Erfassung des gesamten Bestandes eine Überarbeitung von Aktentiteln und Klassifikation. Serien und Bandfolgen wurden mehrheitlich archivisch gebildet. Benutzungsort Bundesarchiv, Berlin-Lichterfelde Umfang: 120 AE Laufzeit: 1933-2000 Dienstakte des Bundesarchivs: 2471/ 30 Bestandsbeschreibung Handschriftliche Originalberichte, Lagerchroniken und Landjahr-Schulungsbriefe Vielfach auch Kopien und Abschriften, von denen nicht alle als archivwürdig eingestuft wurden Erschliessungszustand Findbuch 2014;  noch unverzeichnet: 3 Kartons Zitierweise BArch R 180/... Geschichte des Bestandsbildners Bereits in der Weimarer Republik hatte die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung mit der "Landhilfe" ein Angebot für die schulentlassene Jugend gefördert, die als Maßnahme gegen Jugendarbeitslosigkeit gedacht war und den Jugendlichen mögliche Berufsperspektiven in der Landwirtschaft aufzeigen sollte. In der Unterrichtsabteilung des Preußischen Ministeriums für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung war im November 1933 ein Referat Landjahr eingerichtet worden. Dieses erhielt im Mai 1934, kurz nach Erlass des preußischen Landjahrgesetzes und der Bildung des Reichsministeriums, erst als eine Unterabteilung, dann ab August als Abteilung Landjahr neben den anderen Ämtern des Ministeriums eine gleichrangige Stellung. Nach Beendigung der Volksschule verpflichtete man männliche und weibliche Jugendliche jeweils zu einer achtmonatigen Dienstzeit im Landjahr , wobei aufgrund organisatorischer und finanzieller Gründe eine Auswahl nach körperlichen und geistigen Kriterien ausschlaggebend war. Für die Ausgewählten war die Teilnahme gesetzliche Pflicht. Neben dem praktischen Arbeitseinsatz in einem Bauernbetrieb standen nationalpolitische und handwerkliche Schulungen, Sport sowie gemeinschaftliche Freizeitaktivitäten im Vordergrund. Ziel war es zum einen, die Landverbundenheit der Stadtjugend zu stärken und andererseits der Landflucht von Jugendlichen entgegenzusteuern. Das Landjahr wurde zunächst in Preußen, dann auch in Bremen, Braunschweig, Sachsen, Württemberg und im Saarland eingeführt und unter dem Aspekt erhoffter volkstumspolitischer Wirksamkeit später auf das Sudetenland, das Protektorat Böhmen und Mähren, Österreich und die eingegliederten Ostgebiete ausgedehnt.

Collectie
  • EHRI
Type
  • Archief
Rechten
Identificatienummer van European Holocaust Research Infrastructure
  • de-002429-r_180
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